Zentrum für Tetra- und Paraplegie
Ihre Spezialisten für Querschnittlähmung
Ob beim Sport oder im Straßenverkehr – ein schwerer Unfall kann die Nervenbahnen im Rückenmark verletzen und schwerwiegende Folgen haben. Auch Durchblutungsstörungen, Tumore oder Infektionen können das Rückenmark schädigen. Die Diagnose „Querschnittlähmung“ ist für Betroffene ein schwerer Schock und verändert das Leben schlagartig.
Unser Zentrum für Tetra- und Paraplegie ist auf die Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit Querschnittlähmung aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung spezialisiert. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch, der sich in seiner außergewöhnlichen Lebenssituation uns anvertraut hat. Mit unserem ganzheitlichen Behandlungs- und Therapiespektrum möchten wir eine umfassende Wiedereingliederung in das soziale und möglichst auch berufliche Umfeld erreichen.
Unser oberstes Ziel ist die größtmögliche Selbständigkeit und optimale Lebensqualität für unsere Patienten. Um dies zu erreichen, legen wir neben modernsten und individuell abgestimmten Therapiemethoden großen Wert auf eine persönliche Atmosphäre. Jeder Patient erhält einen individuellen Behandlungsplan zur Therapie seiner Funktionsstörungen.
Unser qualifiziertes und engagiertes Team wird durch ein interdisziplinäres ärztliches Behandlungsteam ergänzt, um eine optimale Versorgung und Begleitung unserer Patienten zu gewährleisten.
Zudem arbeiten wir aktiv in den Fachgesellschaften DMGP (Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie und DIGAB (Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung) mit und arbeiten nach deren Standards.
Klinische Studien: Aktive Entwicklung neuer Therapien bei Querschnittlähmung
Eine Querschnittlähmung wird meist durch eine Verletzung des Rückenmarks verursacht, bei der Nervenfasern unterbrochen und Nervenzellen am Verletzungspunkt zerstört werden. Neben den psychologischen Auswirkungen führt eine Querschnittlähmung zu gesundheitlichen Komplikationen und Beeinträchtigungen im täglichen Leben der Betroffenen. Durch jahrzehntelange Forschung und Weiterentwicklung von Akuttherapien und Rehabilitationsmöglichkeiten konnten die Lebensqualität und Lebenserwartung von Menschen mit Querschnittlähmung erheblich verbessert werden.
Auch in Zukunft wird die Forschung zur Behandlung von akut und chronisch verletzten Patienten weiter vorangetrieben. In unserem Zentrum für Tetra- und Paraplegie setzen wir auf regenerationsfördernde Therapien und neurorehabilitative Verfahren. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Entwicklung klinischer Studien ein und kommen direkt unseren Patienten zugute.
Bei Fragen sind wir für Sie da

Bianca Köhler
Chefarztsekretariat Zentrum für Tetra- und Paraplegie
| Telefon | 05602 / 83-1384 |
| Fax | 05602 / 83-1991 |
| zftp-sekretariat@licura.org |
Aufnahmemanagement
Mit Ihrer Aufnahme in unserem Zentrum sind einige Formalitäten verbunden. Unsere Mitarbeitenden des Aufnahmemanagements unterstützen Sie gerne dabei. Wir kümmern uns um eine zeitnahe Verlegung aus anderen Akuthäusern in unser Zentrum und klären die Kostenübernahmemöglichkeiten für Sie.
Am Entlassungstag erhalten Sie im Rahmen des Entlassmanagements alle notwendigen Rezepte und Aufenthaltsbescheinigungen. Für Fragen zur Koordination mit Ihrem Haus- oder Facharzt stehen wir Ihnen beratend zur Verfügung.
| Telefon | Nadine Rohleder 05602 / 83-1377 Claudia Volz 05602 / 83-1374 |
| Fax | 05602 / 83-1991 |
| zftp-aufnahme@licura.org |
Die Ärzte des Zentrum für Tetra- und Paraplegie
Unsere Bereiche:

Pflege – Unterstützung im täglichen Leben
Die pflegerische Betreuung unserer Patienten umfasst die Unterstützung bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens. Um die Patienten zu befähigen, ihre größtmögliche Selbstständigkeit wiederzuerlangen, werden alle zur Verfügung stehenden Ressourcen berücksichtigt.
Dabei bietet die Betreuung in Bezugspflegegruppen die beste Möglichkeit auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen zu können. Dies bedeutet, dass jeder Patient von einem festen Pflegeteam begleitet wird, dass die Pflege von der Aufnahme bis zur Entlassung gemeinsam mit dem Patienten plant, durchführt und überprüft. Die Orientierung an den individuellen Bedürfnissen der Patienten ist dabei maßgeblich.
Ein weiterer wichtiger Baustein unserer Arbeit sind die Patientenschulungen / Patientenedukation, in welchen die Mitarbeitenden aus der Pflege die Patienten zum Fachmann ihrer Erkrankung schulen. In diesen Schulungen werden folgende Themen behandelt:
- Decubitus – Prophylaxe und Therapie
- Darmmanagement – richtig Abführen
- Blasenmanagement – neurogene Blase verstehen lernen
- Ernährung – bei Querschnittlähmung
Durch regelmäßige Teilnahme an Fort- / Weiterbildungen entsprechen unsere Behandlungsmethoden stets den geltenden Standards und den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Unser Team besteht aus Gesundheits- und Krankenpfleger*innen von denen ein Großteil über die Fachweiterbildung Paraplegiologie verfügt. Weiterhin besteht das Team aus ausgebildete Wundmanager, Atmungstherapeuten und Urotherapeuten.


Physiotherapie
Unser Team besteht aus Physiotherapeuten, Masseuren und med. Bademeistern mit unterschiedlichen Zusatzqualifikationen. Durch unsere fundierte Grundausbildung und regelmäßige Fort- und Weiterbildungen haben wir ein umfangreiches Fachwissen erworben und stellen damit ein hohes Maß an Qualität sicher. Gerade im Bereich der Paraplegiologie nehmen wir an vielen interdisziplinären Kongressen und Arbeitskreisen teil.

Sporttherapie – die Mobilität im Alltag erhöhen
Körperliche und sportliche Aktivität erhöhen die Mobilität im Alltag. Die gezielte Bewegung erleichtert es dem Querschnittgelähmten aktiv am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen. Dies wird auch im Motto des Deutschen Rollstuhlsport-Verbandes „Fit im Rollstuhl – Fit fürs Leben“ deutlich. Rollstuhlsport fördert die körperliche Leistungsfähigkeit, sorgt für eine gesteigerte Mobilität im Alltag und hilft die Folgeerkrankungen einer Querschnittlähmung aktiv zu mindern oder gar zu vermeiden. Darüber hinaus werden soziale Kontakte unter den Patienten und Patientinnen geschaffen. Im Rahmen des Sports können sich so nützliche Tipps und Tricks voneinander abgeschaut und ausgetauscht werden.
Die Basis stellt das Mobilitätstraining dar, bei dem die Grundfertigkeiten des Rollstuhlfahrens erlernt und geübt werden. Dafür steht ein Rollstuhlparcours, der sogenannte AMR-Parcours, mit verschiedenen Hindernissen und Stufen zur Verfügung. Ein selbstbewusstes und sicheres Bewegen im Alltag wird gefördert.
Die Medizinische Trainingstherapie (MTT) ist ebenso ein wichtiger Baustein einer erfolgreichen Therapie. Die MTT stellt ein gerätegestütztes Training dar, das die allgemeine und spezielle Leistungs- und Belastungsfähigkeit des Körpers steigert.
Wir laden alle Patienten und Patientinnen ein, an den vielzähligen Sportangeboten teilzunehmen. Dazu gehören: Basketball, Volleyball, Tischtennis, Bogenschießen, Rollstuhlgymnastik, Yoga, Bewegungstherapie im Wasser, Kegeln und Boccia. Rollstuhlfahrräder, die sogenannten Handbikes, können erprobt und Handbikeausfahrten organisiert werden. Die sporttherapeutischen Angebote werden von erfahrenen Übungsleitern für den Rehabilitationssport angeleitet.
Die körperliche Aktivität und somit die gesteigerte Leistungsfähigkeit bedeuten für die Betroffenen vor allem Mobilität im Alltag und die Erhaltung der körperlichen Leistungskraft, aber auch Lebensfreude, Frohsinn und die Wiedererlangung und Erhaltung der Lebensqualität.
Isabell Crede
| Telefon | 05602 83-8070 |
| i.crede@licura.org |
Ergotherapie
Unser Team besteht aus sieben examinierten Ergotherapeuten mit staatlicher Anerkennung. Wir verfügen über Grundlagenkenntnisse in arbeitsrehabilitativen Maßnahmen, Ergonomie und Arbeitsplatztherapie. Zudem verfügen wir über mehrjährige Erfahrungen und Weiterbildungen bezüglich rheumatologischer Ergotherapie, einschließlich Gelenkschutzprogramm und Orthesenherstellung.
Wir behandeln stationäre und ambulante Patienten aller Altersstufen mit Störungen aus den Bereichen der Orthopädie, Traumatologie und Rheumatologie.
Zusatzqualifikationen bezüglich spezieller Behandlungsinhalte bei Querschnittlähmung:
- Sitzen und Positionieren
- Wohnraumanpassung
- individuelle Rollstuhlanpassung

Frauke Roll
Leitende Ergotherapeutin
Erreichbar Mo-Fr in der Zeit von 8:00 bis 15:00 Uhr
| Telefon | 05602 83-1039 |
| f.roll@licura.org |

Logopädie
Die Logopädie umfasst die Beratung, Diagnostik und Behandlung von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen.
Unsere Behandlung im Bereich Logopädie erfolgt. B. bei Patienten, die nach einer OP eine Trachealkanüle tragen oder eine heisere oder kaum hörbare Stimme haben. Im Falle von Schluckproblemen zielt die Betreuung der Logopäden / innen in erster Linie darauf ab, dass die Nahrungsaufnahme möglichst wieder vollständig auf normalem Weg statt- finden kann.
Termine werden nach Absprache individuell vereinbart.
Antje Schupmann
Leitende Logopädin
| Telefon | 05602 / 83-1371 05602 / 83-1381 |
| zftp-sekretariat@licura.org |

Psychologischer Dienst – Begleitung zur Bewältigung der neuen Lebenssituation
Neben den körperlichen Beeinträchtigungen stellt auch die psychische Verarbeitung der Querschnittlähmung aufgrund einer Krankheit oder eines Ereignisses (z.B. Sturz, Unfall) eine große Herausforderung für Patienten und deren Angehörige dar. Der psychologische Dienst bietet den Betroffenen Hilfe und Begleitung zur Bewältigung der neuen Lebenssituation, z. B. im Umgang mit erlebter Trauer, Angst, Wut, Hilflosigkeit, Verunsicherung sowie beim Ausstieg aus kreisenden Gedanken. Zur klareren Einschätzung vorhandener Belastungen wird die psychologische Testdiagnostik berücksichtigt.
Es gilt vorhandene Ressourcen und erfolgreiche Bewältigungsstrategien zu aktivieren, neue Kompetenzen sowie Zuversicht und Perspektiven zu entwickeln.
Angeboten werden begleitende Einzelgespräche, stabilisierende Kriseninterventionen sowie systemische Ansätze zur Beratung bei psychosozialen Belastungssituationen. Auf Wunsch können Angehörige mit einbezogen werden. Die Terminvereinbarung erfolgt nach individueller Absprache.
Ergänzend sowie zum Umgang mit chronischen Schmerzen und Unterstützung des Wohlbefindens werden die Progressive Muskelentspannung oder das Autogene Training vermittelt sowie Klangschalen-Entspannung angeboten.
Zudem erfolgt im Wechsel mit der Seelsorgerin ein offenes Angebot für Stille und Entspannung (OASE), um im Klinikalltag zusammen mit Mitpatienten in einer kleinen Gruppe zur Ruhe zu kommen. Zeit und Ort stehen im Wochenplan.
Nähere Informationen zu unserem Psychologischen Dienst für die Allgemeine Orthopädie und Endoprothetik, Unfall- und Handchirurgie sowie Wirbelsäulenorthopädie finden Sie hier.
| Telefon | 05602 / 83-1384 |
| zftp-sekretariat@licura.org |

Sozialdienst – Unterstützung in sozialen und wirtschaftlichen Fragen
Eine Erkrankung bzw. ein Krankenhausaufenthalt kann Ihr Leben nachhaltig beeinflussen und verändern. Es können Probleme in persönlichen und beruflichen sowie wirtschaftlichen Bereichen auftreten.
Ergänzend zur medizinischen und pflegerischen Betreuung stehen wir Ihnen und Ihren Angehörigen gerne beratend und unterstützend zur Seite.
Die Hilfe der Sozialberatung ist kostenlos und freiwillig. Wir unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.
Die Mitarbeitenden der Sozialberatung …
Zusätzlich bieten wir in unserem Zentrum für Tetra- und Paraplegie monatliche Peer-Treffen an. In solchen Treffen, haben unsere Patienten die Möglichkeit eines Erfahrungstausches mit anderen Menschen, die selbst von einer Querschnittlähmung betroffen sind.

Katja Wölfel
| Telefon | 05602 / 83-1259 |
| k.woelfel@licura.org |

Klinikseelsorge
Die Klinikseelsorge gehört zum unverzichtbaren Profilmerkmal unserer diakonischen Einrichtung. Die seelsorgerliche Betreuung von Patienten ist Bestandteil einer umfassenden medizinisch not- wendigen Krankenversorgung.
Wie der psychologische Dienst bietet auch die Klinikseelsorge Hilfe und Begleitung in einer dramatisch veränderten Lebenssituation durch seelsorgerliche Gespräche mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Mitbetroffenen.
Es kann darum gehen, die krisenhafte Situation aus dem Blickwinkel des Glaubens zu betrachten. Ressourcen, die der Glaube zur Bewältigung des Lebens bietet, können im Gespräch mit dem Patienten entdeckt und gestärkt werden.
Fragen nach dem„Warum“, stellvertretendes Gebet, aber auch gemeinsames Schweigen haben hier ihren Ort und ihre Zeit. Die Terminvereinbarung erfolgt nach individueller Absprache.











